Best Practice - Wiener Stadtwerke
Maßnahmen zur Energieeffizienz und zur Reduktion des Energieverbrauches
Geschwindigkeit optimieren, Bremsenergie nutzen
Im Verkehrssektor lässt sich bislang der größte Beitrag zum Klimaschutz durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs erreichen, weil dieser deutlich energieeffizienter ist als Fahrten mit dem Pkw.
Da der Antrieb bei Zügen den größten Anteil am Stromverbrauch hat, liegen beim Traktionsstrom auch die größten Einsparpotenziale. Allein durch eine computerunterstütze Optimierung der Zuggeschwindigkeit konnten in den letzten Jahren 7 % des Stromverbrauchs eingespart werden. Der Fahrplanrechner sorgt für ein energiewirtschaftliches Fahren, indem er bei Zügen, die durch einen schnellen Fahrgastwechsel Zeit gewonnen haben, die Geschwindigkeit leicht drosselt. Dadurch benötigen die Züge weniger Energie und kommen trotzdem pünktlich an.
Weiterhin werden die U-Bahn-Wagen schrittweise so umgerüstet, dass der Antriebsmotor beim Abbremsen als Generator fungiert. Die Bewegungsenergie der Züge wird beim Bremsen in elektrische Energie zurückgewandelt und kann wieder ins Stromnetz eingespeist werden. Alle neuen Schienenfahrzeuge (U-Bahn und Straßenbahn) sind mit Energierückspeisung (Rekuperation) ausgestattet, bestehendes Wagenmaterial wird umgerüstet.
Energiesparlampen und LED-Signalanlagen
Um den Stromverbrauch der Wiener Lokalbahn-Stationen zu senken, werden seit 2006 die Bahnhöfe und Haltestellen sukzessive auf Energiesparlampen umgerüstet. Im Jahr 2010 soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Zudem werden die Bahnhöfe nicht mehr durchgängig beleuchtet, sondern nur im Zeitraum der Betriebzeit. Bei der Signaltechnik setzt man seit einigen Jahren auf LED-Signalanlagen, sie sind sparsamer und laufen durchschnittlich zwei Jahre ohne Störung.
Energieverbrauch in Verwaltungsgebäuden um 10 Prozent senken
Auch in der Verwaltung soll der absolute Energieverbrauch deutlich reduziert werden: Bis Ende 2010 um insgesamt 10 Prozent bei gleichem Geschäftsumfang. Dazu werden in den Gebäuden moderne Anlagen, Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär zentral geregelt und so Einsparpotenziale genutzt. Die Wärmedämmung der Gebäude soll durch den Einbau von Wärmedämmfenstern und anderen Isolierungen verbessert werden.
Wassersparmaßnahmen am Beispiel der Wiener Linien
Die Wiener Stadtwerke sind bemüht, durch eine ganze Reihe von Maßnahmen die eigenen Wasserentnahmen sowie den Abwasseranfall so gering wie möglich zu halten. Beispielhaft seien hier einige Maßnahmen der Wiener Linien genannt:
- Durch den Einsatz von Wasserspararmaturen und wasserlosen Urinalen konnte der Wasserverbrauch innerhalb des Zeitraums von 2002 bis 2008 um 40 % gesenkt werden.
- Rund die Hälfte aller Waschanlagen sind mit Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet. Bis zum Jahr 2013 wird die Umrüstung komplett abgeschlossen sein.
- Am Bahnhof Wasserleitungswiese werden die Fahrzeuge mit Nutzwasser aus eigenem Brunnen gereinigt. Das spart wertvolles Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz.
Details zum ökologischen Engagement der Wiener Stadtwerke finden Sie hier.